Eine Lanze fürs Frühfranzösisch

Wer mit der Französischen Sprache gross geworden ist, der kann die Abneigung gegenüber dieser Sprache nicht verstehen. Auch nicht, wenn es um den Schulunterricht geht. Deshalb lancieren linus.maybe nach ihrem Chanson «Sur les escaliers de Sacré-Cœur» gleich noch einen zweiten Song auf Französisch. Die fiktive Band in diesem Song hat sich ihren Namen aus einem Monty Python Sketch ausgeliehen…. fliegende Schafe, où sont les bagages, où sont les passagers? Denn Französisch ist auch eine Einstellung der Attitude.

Wenn ein Song entsteht

Oft beginnt es mit einem guten Riff, also mit zwei oder drei Akkorden. Von einem richtigen Text sind wir in diesem Moment noch weit entfernt. Trotzdem hört man Lyrics. Die ergeben zwar nicht wirklich Sinn, und trotzdem geben sie einen Anhaltspunkt, was in etwa passen könnte. Das alles ergibt ca. 20% des Songs. Der Rest ist Knochenarbeit. Ausprobieren, verwerfen, ändern… Nochmal und nochmal.

Hier eine Momentaufnahme aus dem Bandraum. Wenn wir ein Riff oder ein Muster gut finden, halten wir es meistens kurz fest.

Jeannie unplugged

Ein paar Spielereien, während wir uns auf den nächsten Gig vorbereiten. Die beinharte Rocknummer «Jeannie» als Cha-cha-cha oder Mexican Pop. Fehlen nur noch die Trompeten. Aber das sparen wir uns für später auf.

Dafür haben wir gekämpft

Nicht nur, aber auch deswegen lautet der Titel: What We’ve Been Fighting For.
Linus_fighting_for_albumcoverAlles, was Ihr auf diesem Album hört, ist zu 100 Prozent selbst gemacht. Keine speziellen Produzenten, Agenten, oder andere -Enten. Wir waren Musiker, Aufnahmeleiter, Mischer und Mastering-Engineers in einem (naja, nicht alle gleichzeitig, jeder hat so seine Spezialitäten). Wir finden’s toll, weil es unglaublich rockt und weil wir diese Songs jederzeit auch im Bandraum oder auf einer Bühne so wiedergeben können..

Was bisher geschah

linusmaybe_inhaftiert_hand
Lass mich mal überlegen: Es ist schon eine halbe Ewigkeit her, seit wir zusammen Musik machen. Sicher über 10 Jahre. Angefangen hat alles in einem fürchterlich modrigen Bandraum beim Rangierbahnhof in Muttenz, den wir von ein paar Heavy-Metal Jungs untergemietet hatten. Ich kann nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es hatte da ein paar Poster an der Wand, die bei uns doch Stirnrunzeln hervorriefen. Und auch abgesehen von den Plakaten hatten wir das eine oder andere schräge Rencontre. Aber man war ja froh, überhaupt einen Bandraum zu haben.

Aus dem Archiv: Album Promotion 2012

Wäre das heute noch zeitgemäss? Schwierig zu sagen. Wir auf allen Kanälen üblichen Kanälen für unser Album geworben. Während wir mit den Onlienverkäufen durchaus zufrieden waren (und immernoch sind), lief’s mit den physischen Verkäufen eher mager. Und dabei dachten wir, wir hätten uns mit dem USB Stick in der Streichholzschachtel einen wirklich originellen Träger einfallen lassen. Nundenn, lebe und lerne.